Die Platte bleibt aufbewahrt – Eine Fotoausstellung

„Die Platte bleibt aufbewahrt.“

Ein recht ungewöhnlicher Titel für eine Fotoausstellung. Er wirft unweigerlich die Frage auf, wie er entstanden ist.
In Boizenburg/Elbe, einer hübschen Kleinstadt in Mecklenburg an der Grenze zu Niedersachsen, gibt die Fliesenwerke, von den Einwohnern „Platte“ genannt, vielen Bewohnern Arbeit. Die „Platte“ sind in diesem Fall also Fliesen. Oder geht es doch eher um die Plattenbau-Siedlungen die in der Bahnhofsvorstadt und auf der sogenannten Siedlung stehen?

Am 11.09.2016 lud das Heimatmuseum Boizenburg zur Vernissage. Die Foto-Ausstellung zeigt Fotografien aus Boizenburg, die in den Anfängen des 20. Jahrhunderts auf Nassplatten entstanden und damit teilweise über 100 Jahre alt sind. Die Ausstellung wurde von der Museumsleitung Frau Wulf mit einer kleinen Ansprache feierlich eröffnet. Doris Bachmann sorgte mit ihrem Saxophon für passende musikalische Untermalung mit Musik aus den 1920er Jahren.

v.l. Karin Wulf, Doris Bachmann, Harald Jäschke

v.l. Karin Wulf, Doris Bachmann, Harald Jäschke

Auch der amtierende Bürgermeister Herr Jäschke war anwesend und sprach ein paar Worte.

Bürgermeister Harald Jäschke

Bürgermeister Harald Jäschke

Lobende Erwähnung und großen Dank für seine Arbeit und sein Engagement erhielt der Fotograf Jens Tandler alias Ezio Gutzemberg, der in mühevoller Arbeit die alten Nassplatten entwickelte und die Bilder digitalisierte.

Fotograf Jens Tandler

Fotograf Jens Tandler

Mit einem kleinen Sektempfang konnten die Gäste nun in den Räumen des Heimatmuseums die Fotografien bewundern. Zeitgeschichte, wie sie schöner kaum dokumentiert werden kann. Die Fotografen Ferdinand Karwatky, Hans Karwatky, Josephine Karwatky und Gustav Franck sind Urheber der gezeigten Bilder und waren Bürger der Stadt Boizenburg.

Die Sonder-Ausstellung kann noch bis zum 31.12.2016 im Heimatmuseum Boizenburg besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Eine Frage ist aber noch offen: Woher stammt der Titel der Ausstellung?
Einer der oben genannten Fotografen schrieb stets auf die Rückseite der fertigen Bilder bei der Übergabe an seine Kunden: „Die Platte bleibt aufbewahrt“ und sicherte damit eine spätere Reproduktion des Bildes zu.

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